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Buddha

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Ein junger Mann ging zu Buddha Gautama und bat den Meister um Rat zur Erreichung der Erleuchtung. Die Unterhaltung verlief folgendermassen:

Junger Mann: Meister, wie lange wird es dauern um die Erleuchtung zu erlangen?

Buddha Gautama: Das hängt von dir selbst ab…

Junger Mann: Wie lange wird es dauern, wenn ich jeden Tag 10 Stunden in Meditation verbringe?

Buddha Gautama: Vielleicht 10 Jahre

Junger Mann: Wie lange würde es dann dauern, wenn es 15 Stunden wären?  

Buddha Gautama: Vielleicht 15 Jahre

Junger Mann: (langsam verunsichert) Und was wäre, wenn ich jeden Tag 20 Stunden meditiere?

Buddha Gautama: Vielleicht 20 Jahre

Der junge Mann war langsam erzürnt

Junger Mann: Ich kann ihre Logik nicht verstehen – Je mehr ich aufwende, desto länger dauert es – das ist lächerlich. Bitte erklären Sie.

Buddha Gautama: Solange du auf dein Ziel fixiert und davon vereinnahmt bist, wirst du es nicht erreichen. Mache spirituelle Übungen ohne das Ziel anzustreben. Lass Ereignisse natürlich passieren.

 

 

 

Die letzten Worte des Buddhas zu seinen Jüngern waren „Seid euer eigen Licht“

 „Auf der ganzen weiten Welt gibt es nicht genug Dunkelheit um Licht auszumachen, nicht einmal eine kleine Kerze.“ – Robert Alden

 

„Wenn du für jemanden ein Licht anmachst, wird es auch deinen eigenen Pfad erhellen.“ „Eine einzige Kerze kann tausend andere anzünden ohne dabei kleiner zu werden. Fröhlichkeit vermindert sich nie, wenn es geteilt wird.“ – Buddha

 

Die Jünger trauerten und weinten, da der Meister bald ging. Denn sie hatten 40 Jahre mit ihm gelebt, manche sogar für ihr ganzes Leben.

Diese 40 Jahre waren voll von enormer Freude und umfassten viele grossartige Erfahrungen. Diese 40 Jahre waren die schönste Zeit, die als Mensch möglich ist. Diese 40 Jahre waren das Paradies auf Erden. Und nun geht der Meister! Es war normal, dass sie zu trauern und zu weinen anfingen.

Dann öffnete Buddha seine Augen und sagte: „Hört auf zu trauen und zu weinen! Habt ihr mir bislang nicht zugehört? Warum weint ihr?“

Sein Erster Schüler, Ananda, sagte: „Weil Ihr uns verlasst, weil unser Licht geht. Wir sehen und fühlen wie Dunkelheit auf uns herabsteigt. Ich habe die Erleuchtung bis jetzt nicht erlangt und nun geht Ihr. Wenn ich die Erleuchtung nicht erlange solange Ihr noch hier seid, welche Hoffnung bleibt mir wenn Ihr weg seid? Ich bin in grosser Verzweiflung, meine Qual ist unermesslich, ich habe diese 40 Jahre vergeudet. Ich bin Euch als ein Schatten gefolgt, es war unvorstellbar schön mit ihnen zu sein, aber nun geht ihr. Was wird mit uns passieren?

Buddha sagte: „Ihr weint weil ihr mir bis jetzt nicht zugehört habt. Ich habe es euch wieder und wieder gesagt: glaubt nicht an mich, aber ihr habt nicht zugehört. Weil ihr an mich geglaubt habt und nun da ich sterbe, zerfällt eure ganze Struktur. Habt ihr mir zugehört? Habt ihr euer eigenes Licht geschaffen oder habt ihr eure Kenntnisse nur durch mich gesammelt? Wenn ihr euer eigenes Selbst erfahren hättet, gäbe es kein Grund zu weinen.“

„Seht euch Manjushree an!“, sagte er.

Manjushree war ein anderer Schüler von Buddha, einer der grossartigsten. Er sass mit geschlossenen Augen unter einem Baum ganz in der Nähe, so klar, so ruhig, vollkommen glückselig. So, dass Buddha sagte: „Schaut euch Manjushree an! Geht und fragt ihn warum er nicht weint.“

Sie fragten Manjushree. Er lachte und sagte: „Was für einen Grund gibt es zu weinen? Buddha hat mir geholfen mein eigenes Licht zu finden. Ich bin dankbar, aber es gibt keine herabsteigende Dunkelheit. Und wie könnte Buddha sterben? Ich weiss, dass ich nicht sterben kann – wie könnte Buddha sterben? Er wird immer noch hier sein. Er wird sich in den ganzen Kosmos verteilen. Es wird etwas erschütternd Schönes sein.

Buddha war begrenzt auf einen kleinen Körper. Nun wird sein Geist freigelöst, er wird den Pfad der Existenz durchdringen. Ich bin unfassbar glücklich, dass Buddha sich nun im ganzen Universum verteilt. Ich werde sehen können wie er in die Sonne steigt und ich werde sehen können wie er in einem Vogel fliegt und ich werde ihn in den Wellen des Ozeans sehen…ich werde ihn überall sehen.

Er verlässt nur seinen Körper. Denn dieser war nur eine Beschränkung. Doch wie kann ich das wissen? Ich weiss es, weil ich meine eigene Seele kennengelernt habe. Ich habe ihm zugehört und habe ihm auch nicht zugehört – darum weint ihr.“

Buddha sagte, „Lasst es mich nochmals wiederholen: APPA DIPO BHAVA – Seid euer eigen Licht.“

„Ihr denkt, dass ich euch erleuchten kann – darum sind diese 42 Jahre vergangen und ihr habt es nicht erreicht. Vielleicht werdet ihr 24 Stunden nach meinem Tod die Erleuchtung erlangen. In diesen 42 haben alle gehofft, dass ich etwas mache.

Niemand kann irgendetwas. Seid euer eigen Licht.“

Dann schloss Buddha seine Augen und verschwand in den Kosmos.